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Rote Erde und viel Wald: Ruhige Tage auf dem Minett Trail

Der Minett Trail hat mich positiv überrascht: Was als Wanderweg durch die kulturelle und wirtschaftliche Geschichte im südlichsten Teil des Großherzogtums Luxemburg beschrieben wird, ist so viel mehr. Die Etappen des offiziell rund 90 Kilometer langen Weges führen über weiche Waldpfade, zu roten Felsen und roter Erde, in kleine Orte und zu herrlich viel Ruhe.

Springe hier direkt zu den Etappen, Infos und Tipps

Als mich der Bus im Örtchen Clémency ausspuckt, dauert es nur wenige Minuten und ich bin im Grünen. An einer Kuhweide und an Walnussbäumen vorbei führt mein Weg hinein in den Wald. Ich werde in den kommenden sechs Tagen auf dem Minett Trail viel durch Wälder wandern. Durch solche mit nordisch anmutender Felsen-Pfad-Birken-Landschaft und durch luftige Buchenwälder. Ich werde nur wenigen Menschen begegnen und dafür umso mehr Spuren mächtiger Erd-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte.

Erzgewinnung und Einwanderung

In den 1840er-Jahren wurden im Süden von Luxemburg Eisenerzvorkommen entdeckt. Die seltenen Minette-Erze, die der Region ihren Namen gaben, haben einen geringen Eisen- und einen hohen Phosphoranteil. In Luxemburg lagern die Minette-Vorkommen so nah an der Erdoberfläche, dass sie teilweise sogar im Tagebau erschlossern wurden. Ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts boomte der Abbau: Ober- und unterirdische Infrastrukturen wurden geschaffen. Arbeitskräfte wurden benötigt. Luxemburg wurde zum Einwanderungsland. Deutsche, Italiener und Portugiesen kamen in die Minett-Region. 

Bis heute ist Luxemburg ein multikulturelles Land und die mit der Förderung und Verarbeitung der Eisenerze verbundene Geschichte in der Natur und in den Stadtbildern sichtbar. „In Dudelange entstand in den 1890er-Jahren das ‚Quartier Italie‘, das italienische Viertel“, erzählt mir der Wanderguide Gian Marco Bartolini. Der drahtige Mann mit dem oftmals sehr ernsten Gesichtsausdruck, der immer wieder von einem sympathisch-süffisantem Lächeln durchbrochen wird, kam als Sechsjähriger aus Italien nach Esch-sur-Alzette. Er erinnert sich: „Damals war überall Staub. Die Häuser waren schwarz und wenn die Seilbahn mit ihren Loren zwischen dem französischen Ottange und Differdange in Luxemburg hin und her ratterte, war das unfassbar laut.“ 

Stumme Zeugen vergangener Zeiten

Wer heute auf dem Minett Trail wandert oder das Naturschutzgebiet Ellergronn besucht, entdeckt Relikte dieser 1979 stillgelegten Seilbahn: Hochmasten säumen den Weg. Genau das ist typisch für den 90 Kilometer langen Minett Trail: Er führt mitten durch die einstigen Abbaugebiete. Mal geht man entlang von Schienen, auf denen einst Loren gezogen wurden. Mal vermutet man unterhalb des Weges einen Stolleneingang. Und oftmals sind zentrale Orte mit Infotafeln versehen.

Minett Trail_Industriekultur bei Lasauvage

Dabei habe ich zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass mir etwas aufgedrängt wird. Ich entscheide selbst, wo ich stehenbleibe und wo ich mich mal auf Deutsch und mal auf Französisch in die Technik- und Sozialgeschichte einlese. Außerdem entscheide ich dank der gelungenen Wegeführung jeden Tag aufs Neue, ob ich die möglichen Schlenker in die Ortschaften hinein gehe oder nicht. Auch das gefällt mir gut: Der Trail führt konsequent durch die ruhigsten, natürlichen und renaturierten Gebiete. Nur selten wird es laut; mehrmals schaue ich aus sicherer Entfernung auf Dörfer und Städte und gehe doch lieber weiter durch den Wald.

Eine Ausnahme mache ich gleich am ersten Tag: In Pétange, wo mich der Weg – pünktlich zum Schulschluss – einmal quer durch die Stadt leitet, bin ich neugierig auf die Kirche und gönne mir in einer Bäckerei ein Boxemännchen. Ich lerne, dass dieses Gebäck die nahende Weihnachtszeit ankündigt. Okay, es ist gerade einmal Oktober. Mir schmeckt das Kerlchen, das mich an ein paar wunderschöne Urlaubstage in Barcelona vor etlichen Jahren zurückdenken lässt: Dort gibt es Boldú-Männchen, deren Äußeres wie Inneres der Luxemburg-Ausgabe sehr ähnlich sind. Die Welt ist eben doch ein Dorf!

Besonders übernachten

Obwohl der Minett Trail ein kurzer Fernwanderweg ist, nehme ich mir sechs Tage Zeit für meine Erkundung. Zum einen bin ich mit der vollen Fotoausrüstung unterwegs und benötige ausreichend Zeit für Solo-Foto-Shootings. Zum anderen bin ich neugierig auf die Kabaisercher. Das sind elf unterschiedliche Übernachtungsformen in den elf Orten, durch deren Gemarkungen der Minett Trail verkläuft. Sie entstanden als Ergebnis mehrerer Architektenwettbewerbe zur weiteren Ertüchtigung des 2022 eröffneten Wanderweges. Ich schlafe in historischen Arbeiterhäusern, einem Kabaischen auf dem Wasser und einem Tiny House, dessen Wände aus recycelter Pappe bestehen.

Minett Trail_Floater Dudelange

Die Unterkünfte geben meine Etappenlängen vor. Die liegen in der Theorie zwischen 12 und 19 Kilometern. In meinem Recherchemodus komme ich auf 14 bis knapp 24 Kilometer pro Tag und auf insgesamt 112,21 Kilometer anstatt 93. Das Gehen ist entspannt; allabendliche Einkehrmöglichkeiten sorgen für ebensolche Tagesausklänge. Nur das mit dem Frühstück ist etwas hakelig: Es gibt in den Kabaisercher leider keinen Frühstücksservice mehr. So sollte man sich täglich mit Einkaufsmöglichkeiten befassen und für den jeweiligen Folgemorgen vorsorgen. (Meine Rettung ist zwischendurch eine Tankstelle mit Minisupermarktangebot. 😉)

Renaturierung und starke Kontraste

Was dafür umso besser klappt, ist regelmäßiges Staunen: Schon am ersten Tag erreiche ich die markant roten Felsen. Ich schlendere unter einem spalierartigen Birkendächlein zum ersten Mal über die rote Erde und bin einigermaßen beeindruckt davon, wie dicht die tiefen Abbauhalden bereits zugewachsen sind. Weit unter mir spiegeln sich herbstlich gefärbte Bäume und dunkle Wolken in kleinen Tümpeln.

Am Minett Park Fond-de-Gras mache ich nochmal Pause. Ich inspiziere riesige Maschinen in einem Freilichtmuseum, eine Walzstraße und einen süßen Spielplatz mit Holzbähnchen. Überhaupt ist das etwas, das mir sehr positiv auffällt: Die Dichte an gut gepflegten Spielplätzen und öffentlichen Sportanlagen, die oftmals in Stadtparke eingebettet sind, ist hoch.

Rote Erde auf dem Minett Trail_Luxemburg

An meinem zweiten Wandertag breche ich früh im Grenzörtchen Lasauvage auf. Ich genieße eine satte Nebelstimmung und später die Mittagssonne, die zwischen Wolkenformationen auf die Stufen eines großen Abbauareals im Naturschutzgebiet „Kiemerchen/Scheiergronn/Groussebësch“ scheint. Schon in der Beschreibung der Etappen ist mir aufgefallen, dass sich ein Naturschutzgebiet ans andere reiht. Aus gutem Grund: Die Minett-Region im Südwesten von Luxemburg wurde 2020 von der UNESCO als Biosphärenreservat anerkannt. Die Zeiten des Erzabbaus und die industrielle Prägung bis in die 1990er-Jahre hinein haben die Landschaft verändert. Nun darf sie sich zurückverändern. Neue Ökosysteme entstehen. Auf Wiesen wachsen Orchideen, Thymian und wilder Majoran und in den alten Stollen überwintern Fledermäuse.

Minett Trail_Abbaugebiet_©Andrea C. Bayer

Alt neben neu: GElungener Städtebau in Esch-sur-Alzette

Respekt habe ich vor meinem städtisch-industriell geprägten Etappenziel Esch-sur-Alzette, das einen harten Kontrast zur Naturschaulichkeit erahnen lässt: Schon von Weitem sehe ich die Hochöfen des Viertels Belval. Je näher ich komme, umso spannender finde ich das Vorzeigeprojekt in Sachen Stadtentwicklung. Mächtiger Industriecharme besteht neben modernen Büro- und Wohngebäuden. Ich stromere in ruhige Ecken, während es auf dem Campus Belval der Universität Luxemburg geschäftig zugeht. Eigentlich kann man sich das alles auch von oben ansehen. Den Hochofen A darf man als Besucher erklimmen. Am Tag meines Besuchs ist er leider geschlossen. 

Vielleicht ist das auch gut so: Ich spiele bereits mit dem Gedanken, nochmal wiederzukommen. Eine riesige Bibliothek in einer alten Stahlhalle, die vielen Fotomotive, das Angebot an Kulturveranstaltungen … Schließlich war Esch-sur-Alzette 2022 Europäische Kulturhauptstadt.

Minett Trail_Abbaugebiet_©kopffreitage.de

Heute entscheide ich mich erst einmal für ein leckeres Stück Kultur: Der Käsekuchen im Dalmat Coffee House ist meine Empfehlung. Über zwei Etagen erstreckt sich das Café. Es kuschelt sich im Inneren an die Mauern des ehemaligen Hochofens B. Hier könnte ich nun gut verweilen, habe allerdings noch ein Stückchen Weg vor mir, über die 1,2 Kilometer lange Fußgänger- und Fahrradbrücke hinunter ins Zentrum und bis zur Jugendherberge von Esch-sur-Alzette.

Ruhige Strecken und heftiger Regen

Ich folge dem Minett Trail weiter über Bergem bis nach Bettembourg. Immer wieder bin ich positivst überrascht, wie schnell ich das städtische Treiben hinter mir lasse. Ich gehe unter niedrigen Blättertunneln hindurch, über schmale Pfade und weite Flächen hinweg. Die Ruhe in den Wäldern tut gut, die Herbstsonne ebenso. Ich atme klare Luft und sauge die intensiven Farben um mich herum auf: das Rostbraunrot der Felsen und Böden, das strahlende Grün der Gräser und Bäume und das intensive Blau des wolkenlosen Himmels. 

Ein Fuchs döst in einer Steinwand. Eine Gottesanbeterin vollführt ein Tänzlein mitten auf dem Weg. Ich lasse mich auf einem bemoosten Felsen nieder. Wissend: Es dauert nicht mehr lange, bis sich das spätsommerliche Wetter verabschiedet.

Meinen fünften Tag beginne ich in Dudelange. Hierher bin ich von Bettembourg mit dem Zug gefahren, um die letzten beiden Teilstücke des Trails zu gehen. Der Herbst meldet sich zu Wort: Eisiger Starkregen peitscht mir ins Gesicht. Es wird stürmisch. Erste frisch gefallene Bäume liegen auf meinem Weg. Ob das, was ich hier mache, klug ist …?

Während ich diesen Gedanken bewege, finde ich Schutz im Tal. Moosbewachsene Felsbrocken säumen und zieren den Weg. Links und rechts davon tänzeln junge und ältere Birken im Wind. Die Mischung der Landschaftszutaten fühlt sich an wie in Schweden. Für einen Moment vergesse ich den Regen.

Minett Trail im Regen

Ein Abstecher ins nationale Bergbaumuseum

In Rumelange suche ich Unterschlupf: Ich wärme mich mit einem Kaffee und einem Stück Tarte in der Brasserie du Musée auf, während man um mich herum mit üppigen Mittagessen beschäftigt ist. Ich falle auf; es ist mir egal. Die Entscheidung ist richtig, denn ich gehe zwar immer noch durchnässt, aber nicht mehr kalt weiter.

Im Musée National des Mines gegenüber streife ich durch die gesamte Bergbaugeschichte Luxemburgs. Die ist anschaulich aufbereitet und ich habe erneut große Lust, länger zu bleiben. Doch es zieht mich weiter: Die Sonne blinzelt hervor und am Abend wartet eine extragroße und extraleckere Pizza im Restaurant Gregorius in Tétange auf mich. Extrafreundlicher Service inklusive. Ein perfekter Abschluss eines intensiven Tages!

Von der Minett-Region ins Mullerthal

Dass der nächste Wandertag bereits der Abschluss dieses kleinen Abenteuers ist, kann ich kaum glauben. Ich habe so viel mehr erlebt, als in einen Blogartikel passt. Nun gehe ich nochmal bergauf, halte am „Monument National des Mineurs“ und an der Mariengrotte von Kayl inne und mache an einem überdachten Pausenplatz auf dem Spielplatz des Naturschutzzentrums Ellergronn Mittag. Regen und Sonne wechseln sich ab. Es ist, als würde meine Umgebung spüren, dass ich mich an dieser gedanklichen Schwelle zwischen „ich bin doch gerade erst losgegangen“ und „ich habe jegliches Gespür für Zeit verloren“ befinde.

Es fühlt sich unwirklich an, nach 14,7 Kilometern am Bahnhof von Esch-sur-Alzette zu stehen. Eben habe ich noch den Stadtpark am Gaalgebierg und den Tierpark durchquert. Und jetzt? Jetzt bin ich fertig mit wandern. Einfach so. Mein Kopf kommt nicht ganz mit. Wie gut, dass ich noch nicht nach Hause reise: Ich gönne mir noch einen Abstecher ins Mullerthal.

Meine Etappen

  1. Clémency > Lasauvage
    22,6 km • 396 hm • 441 hm
    (Tipp fürs Abendessen: Restaurant La table du curé
    Hier kann man auch im dazugehörigen Hotel übernachten.)

     

  2. Lasauvage > Esch-sur-Alzette
    23,7 km • 330 hm • 339 hm
    (Tipp fürs Abendessen: Restaurant Melting Pot der Jugendherberge)

     

  3. Esch-sur-Alzette > Bergem
    14,8 km • 298 hm • 294 hm
    (Tipp fürs Abendessen: Restaurant Koyi
    Hier kann man auch bestellen und sich das Essen abholen. Das scheinen viele Einheimische zu machen.)

     

  4. Bergem > Bettembourg (von dort Zug nach Dudelange)
    14,3 km • 191 hm • 195 hm
    (Tipp fürs Abendessen in Dudelange: KANTIN)

     

  5. Dudelange > Tétange
    22,2 km • 460 hm • 499 hm
    (Tipp fürs Abendessen: Restaurant Gregorius)

     

  6. Tétange > Esch-sur-Alzette
    14,7 km • 365 hm • 389 hm

     

Die Angaben beziehen sich auf meine tatsächlich gegangenen Strecken inklusive Fotoschlenkern. Die tatsächlichen Distanzen sind kürzer; laut der offiziellen Etappeninfos sind es insgesamt 93 Kilometer.

Infos & Tipps

Wandern in der Minett-Region:
Der Minett Trail ist ein 90 Kilometer langer ordentlich ausgeschilderter Weg, der in zehn offizielle Etappen unterteilt ist. Diese kann man, unter Berücksichtigung der Übernachtungsmöglichkeiten, nach eigenem Gusto kombinieren.

Der Trail ist angenehm zu gehen. Er führt über weite Strecken über abwechslungsreiche kleinere Wege und Pfade und durch Wälder, in denen man – jedenfalls im Oktober – kaum andere Menschen trifft. Die landschaftlichen Highlights und das Entdecken von Spuren der industriellen Vergangenheit sorgen hier und da gerne dafür, dass man kaum vorankommt vor lauter Schauen, Erkunden und Fotografieren. Die kürzeren Abschnitte, die ebenso schön, aber etwas weniger spektakulär über Wirtschaftswege in Wäldern und zwischen Feldern hindurch führen, tun gut: Der Kopf kommt noch mehr zur Ruhe,der Körper ist in Bewegung und doch fühlt sich zum Beispiel die Etappe von Bergem nach Bettembourg nach einem willkommenden Durchatmen an.

Die An- und Abstiege sind sehr moderat. Auf wurzeligen und steinigen Passagen geht man natürlich etwas aufmerksamer. Das gilt auch dann, wenn heftiger Regen die Wege überspült. Gutes Schuhwerk ist Pflicht!

Wer lieber zu Tageswanderungen aufbricht, kann einzelne Etappen des Mehrtagestrails gehen oder sich zum Beispiel aus dieser Übersicht passende Rundwanderwege aussuchen. Die Naturschutz- und Naherholungsgebiete sind allesamt gut erschlossen und man findet an so gut wie jedem Parkplatz und Eingang zu diesen Arealen Tafeln mit Übersichten zum jeweiligen Wegenetz. Einfach hinfahren und losgehen kann ich nach meiner Erfahrung auf jeden Fall empfehlen.

Hinkommen und rumkommen:
Luxemburg ist auch deshalb ein Top-Ziel für Wanderauszeiten, weil der ÖPNV komplett gratis ist. Verbindungen findet man unter www.mobiliteit.lu sowie in der dazugehörenden App. Man kann prima mit der Bahn nach Luxemburg-Stadt (Lohnt ein bis zwei Extra-Tage!) anreisen und von dort aus weiter. 

Da der Minett Trail keine Rundwanderung, sondern eine Streckenwanderung mit „zwei Armen“ ist, ist zwischendurch ein Transfer nötig. Ich bin von Clemency bis Bettembourg gegangen, von dort nach Dudelange mit der Bahn gefahren und an zwei Tagen von Dudelange bis zum Bahnhof Esch-sur-Alzette gewandert. Das hat super geklappt.

Überhaupt sind Zubringerwege von den Bahnhöfen zum Trail und zu lokalen Wanderrouten gut ausgeschildert und machen das Wandern in Luxemburg zu einer logistisch einfachen Sache.

Übernachten:
Entlang des gesamten Minett Trails gibt es die sogenannten Kabaisercher. In elf Orten übernachtet man in Unterkünften, deren Gestaltung das Ergebnis von Architektenwettbewerben ist. Ob Zugwaggon oder Arbeiterhäuschen – jede der Unterkünfte hat einen Bezug zur Bergbaugeschichte der Region. Überall gibt es mehrere Schlafmöglichkeiten, mindestens ein Bad und eine Küche.
Info: Bedauerlich ist, dass in diesem Jahr der Frühstücksservice eingestellt wurde. Mit frischen Brötchen am Morgen wären die „Wanderhütten“, wie man sie ins Deutsche übersetzt findet, vor allem für Streckenwanderer noch attraktiver.

Da der ÖPNV in Luxemburg gut funktioniert und obendrein gratis ist, kann man den Minett Trail auch gut von einer festen Basis aus erwandern. Die Zubringerwege von/zu den Bahnhöfen ausgeschildert.

Extra-Tipp: In Esch-sur-Alzette habe ich in der Jugendherberge übernachtet. Die liegt direkt am Bahnhof (und am Etappenende/-anfang) und ist mein Wohlfühltipp: Die Menschen dort waren allesamt so nett und das Abendessen im jugendherbergseigenen Restaurant richtig gut. Den Veggie-Burger auf Rote-Bete-Basis mit Pommes und Salat kann ich nur empfehlen.

Gepäcktransport:
Schon auf dem Escapardenne Lee Trail war ich sehr zufrieden mit dem Gepäckservice von MoveWeCarry. So sehr ich es gewohnt bin, mein Hab und Gut auch auf Mehrtageswanderungen im Rucksack zu tragen, so sehr schätze ich es inzwischen, hin und wieder auf diesen tollen Service zurückzugreifen. Vor allem dann, wenn ich mit der kompletten Fotoausrüstung unterwegs bin und wenn man früh oder spät im Jahr auch etwas mehr an Bekleidung einpackt.
Die Gebühr beträgt 18,00 € pro Gepäckstück und Tag/Transfer. Das ist in meinen Augen ein fairer Preis, zumal der Umgang mit den KollegInnen des Unternehmens äußerst angenehm und vertrauenswürdig ist.
DANKE, liebes MoveWeCarry-Team, für das gute Gefühl, das Ihr mir auch in diesem Jahr wieder gegeben habt!

Verpflegung:
Man hat auf allen Etappen die Möglichkeit, in Ortschaften abzubiegen und sich für den Tag zu verpflegen. Das muss halt nur etwas geplant sein: Checke auf jeden Fall die Infrastruktur der jeweiligen Etappe und die Öffnungszeiten und nimm Dir zur Sicherheit ein paar Müsliriegel mit! 
Was gut funktioniert, ist das Abendessen an den Etappenzielen. Besonders wohl gefühlt habe ich mich in der KANTIN in Dudelange mit ihrem angenehmen Industriehallencharme: Tolles Essen, toller Service und große Portionen. Meine Empfehlung: Fish & Chips und das Bier der angegliederten Brauerei TWISTED CAT probieren, die auch Führungen und Brau-Kurse anbietet.

Ein Extra-Tipp von mir für Dich:

Nimm an einer Stadtführung oder einer geführten Wanderung auf einem Abschnitt des Minett Trails teil! Ich habe nach meiner Tour im Gespräch mit Wanderguide Gian Marco Bartolini noch so viel Spannendes erfahren, dass ich am liebsten noch einen zusätzlichen Tag in Dudelange verbracht hätte. Alleine das Eintauchen in die Geschichte(n) des italienischen Viertels ist etwas mehr Beschäftigung mit den Orten und ihren Menschen wert.
Vermittelt werden geführte Touren durch die Touristiker der Minett-Region und über die lokalen Tourismusbüros.

Alle Links und Informationen: Stand November 2025.

Diese Wanderrecherche habe ich in Kooperation mit Visit Luxembourg unternommen. Ich schreibe hier unbezahlt und unbeauftragt über meine echten Erlebnisse. DANKE, liebes Team Visit Luxembourg, für die Fortführung unserer Zusammenarbeit.

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