Als ich mich an jenem Maitag auf den Weg mache, ahne ich nicht, welch tatsächliches Paradies mir auf 55 Kilometern zu Füßen liegen wird: Mein Ziel ist der Rundwanderweg Himmelbjergruten in Dänemark. Der umrundet die Seen zwischen Silkeborg und Ry und führt mich durch ruhige Wälder, zu schönen Zeltplätzen und deutlich mehr in die Höhe, als man es in Dänemark für möglich halten würde.
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Das mit der Höhe ist einer der Gründe, weswegen ich mich für Himmelbjergruten entschieden habe: Der Blick auf die Karte zeigt etliche Möglichkeiten, die Route um Schlenker zu erweitern und nach Belieben etwas mehr bergauf und bergab zu gehen. Ich mag solche Optionen und bin neugierig auf die „dänische Seenplatte“ bzw. Søhøjlandet, wie die Region auf Dänisch genannt wird.
Urstromtäler und Rhabarbertörtchen
Søhøjlandet bedeutet eigentlich „Seenhochland“. Das trifft es gut: Die Landschaft in der östlichen Mitte von Jütland, westlich von Aarhus, ist die höchstgelegene in Dänemark. Etwas südlich von hier, in den Ejer Bjerge, ragen die höchsten Gipfel des Landes empor. Die sind bis zu knapp 171 Meter hoch. Das klingt nach wenig und verleiht der Gegend doch ihre Besonderheit: Sie ist ein eiszeitliches Relikt, mit Urstromtälern und Aufschiebungen. Himmelbjerget, die namensgebende Erhebung auf meiner Tour, ist dabei im geologischen Sinne gar kein richtiger Hügel. Er wurde nicht aufgehäuft, sondern entstand, weil sich Riesenmengen an Schmelzwasser tief eingruben zu dem, was heute der See Julsø ist. Das erklärt die ungerade Form des Nicht-Hügels, der wirkt, als wäre er in ein Wald-Heidelandschafts-Wellental eingebettet.
Ehe ich Himmelbjerget erreiche, bin ich entspannt in meine Zweitagestour gestartet. Das Auto habe ich nördlich von Ry geparkt und gehe zunächst am Hafen entlang. Mein erster Stopp ist Doris Bager & Café in Ry. Das hat erst im Januar dieses Jahres eröffnet und fühlt sich schon in der Tür an wie einer dieser Orte, die es irgendwie schon immer zu geben scheint. Alles wirkt nordisch, klar, gemütlich. Mit kleinen Blumen in Minikeramikväschen auf den Tischen und handgeschriebenen Namen und Preisen zum Backwerk des Tages in einer Glasvitrine.
Ich entscheide mich für ein mit Gänseblümchenblüten garniertes Rhabarbertörtchen und einen schwarzen Kaffee und komme mit Betreiberin Marie ins Gespräch. Sie erzählt mir, dass der Name des Cafés eine Hommage an die Großmutter von Simon, ihrem Partner, ist. „Doris lebte auf einem Hof außerhalb von Ry”, plaudert Marie. „Da war das Leben mit vier Kindern nicht immer einfach, aber Gastfreundschaft wurde groß geschrieben. Man trank einfach Kaffee mit denen, die vorbeikamen. So möchten wir das hier auch haben.”
Marie und Simon legen großen Wert auf gute und lokale Zutaten. Das Sortiment ist klein und wechselt zumindest teilweise täglich. „Und wenn etwas ausverkauft ist, dann ist es ausverkauft”, sagt Marie überzeugt und verschwindet zurück in die Backstube. Mit den Worten: „Jetzt muss ich wieder Kuchen backen.”
Aussicht von Himmelbjerget
Für mich ist es Zeit, endlich loszukommen. Zwölf Uhr ist längst durch; das Trödeln aber hat sich gelohnt, denn nun bricht zaghaft die Sonne durch. Als ich an der Mühle von Ry über die Brücke und ein Stück die Straße entlang gehe, bin ich mit etwas konfrontiert, das mir noch öfter passieren wird: Ich folge der Beschilderung „Aarhus-Silkeborg” und später dann „Gudenåstien”. Die Wegeverläufe, auch mit Himmelbjergruten, sind abschnittweise identisch; die rote Markierung gilt. Runde Markierungen bedeuten, dass es geradeaus weitergeht, Pfeile zeigen Richtungswechsel an.
Die Strecke durch den Wald ist perfekt zum Warmlaufen. Es ist recht eben und ich spüre schon bald Sand unter meinen Füßen. Ganz dicht am Weg sitzt eine Goldammer mit ihrem strahlend-gelben Gefieder. Das intensive Grün der Fichtenkindergärten um mich herum macht gute Laune. Als sich erste Heidelbeerbüsche dazu gesellen, fühle ich mich an meine Wanderungen im Nördlichen Schwarzwald erinnert. Die Versuchung, den Rucksack abzusetzen, ist groß: Immer wieder gibt es Bänke und Pausenplätze entlang der Route. Doch ich möchte weiter zu meinem ersten Etappenziel.
Der 147 Meter hohe Himmelbjerget wird von einem 25 Meter hohen Turm gekrönt, den ich auf meinem Anstieg ausgiebig fotografiere. Am Himmel sind sich Wolken und Sonne noch nicht ganz einig über ihre Rollen. Das beschert mir schnell wechselnde Lichtstimmungen. Oben angekommen, setzt sich der blaue Himmel durch. Mein Blick gleitet über Seen, Inseln und Wälder gegenüber. „Dort werde ich morgen entlang wandern”, denke ich und lächle in mich hinein. Wie gut es doch tut, draußen zu sein! So richtig, mit großem Gepäck und einem groben Zwei-Tages-Plan.
Ich bezahle zehn Kronen für den Aufstieg auf den Turm, fülle am Wasserposten unterhalb meine Flasche auf und gehe zügig an Kiosk, Parkplätzen und Restaurant vorbei. Der 1874/75 errichtete Backsteinturm ist ein beliebtes Ausflugsziel und eng verknüpft mit der dänischen Geschichte rund um Grundgesetz und Nationalbewusstsein. Auch Hans Christian Andersen hat sich hier einst immer wieder herumgetrieben.
Fish 'n' Chips und ein gemütlicher Zeltplatz
Ich treibe mich weiter Richtung der gelb markierten Bjergturen. Die führt westlich des Ausflugstrubels, nach ein paar Metern entlang der Straße, wieder in den Wald und genau so auf und ab, wie ich mir das vorgestellt habe. Es wird mal steil und mal wurzelig, mal nahezu unwegsam, weil offenbar gerade ordentlich abgeholzt wird. Auf einer kleinen Holzbank mache ich Pause; mein schnell fallender Blutzucker verlangt danach. Ich genieße den Blick zurück zum Turm, in aller Ruhe und eingerahmt von Bäumen. Ein schöner Moment!
Überhaupt mag ich das Gehen durch die Wälder. Die sind mal dichter und mal luftiger. Das warme Nachmittagslicht fällt in Streifen auf Mooshügelchen und Gräser, während ich schließlich bergab und über die Route Aarhus-Silkeborg kurz vor Det Ny Sletten wieder auf meine Himmelbjergruten stoße. Dicht am Julsø geht es entlang, über buchenbewaldete kleine An- und Abstiege, die mich an ebenfalls eiszeitlich geformte Landschaften in Schleswig-Holstein erinnern.
Im Restaurant von Skyttehusets Outdoor Camp lasse ich mich nieder. Die Speisekarte lässt mich meinen Plan vom schnell gekochten Outdoor-Tüten-Menü am Abend verwerfen. Es gibt Fish ’n’ Chips der Kategorie „sehr lecker und sehr reichlich” und einen kurzen Schnack mit Chef Flemming, der den Platz zusammen mit seiner Frau Betina in der dritten Saison führt und stetig weiterentwickelt. Eine Flotte Seekajaks liegt auf der Wiese neben dem Restaurant; eine Frau bestellt Essen für die Crew. Neben mir sitzen zwei Herren mit ebenfalls großen Tourrucksäcken. Wir lassen es uns offenbar alle gutgehen vor dem heutigen Tagesausklang.
Der führt mich an Dänemarks reinstem See, dem Slåensø, vorbei und gemütlich am Wasser entlang bis zum Østerskov vor Silkeborg. Hier darf man frei zelten; ich mache einen Abstecher vom Hauptweg um die kleine Spitze Gravhoved und finde ein Plätzchen für die Nacht. Dass auf dem einen oder anderen ankernden Boot unten auf dem See noch fröhlich gefeiert wird, stört mich nicht. Ich schlafe schnell ein und lange aus. Das Projekt „vielleicht fotografiere ich den Sonnenaufgang” wird auf ein nächstes Mal verschoben; ich genieße meinen Draußenkaffee und das gute Gefühl, hier ganz legal sein zu dürfen. Mitten in der Natur, etwas abseits der Wege und an einer Stelle, die für mich genau jetzt besser passt als einer der Shelter-Plätze. Von diesen und offiziellen Zeltmöglichkeiten gibt es besonders auf der Südroute des Weges einige. Auch, weil die Seen ein beliebtes Kanurevier sind. Natürlich ist hier also an einem Feiertagswochenende gut was los. Beim Weitergehen schnuppere ich immer wieder Lagerfeuergeruch.
Auf ein Eis in die Outdoor-Hauptstadt
Auf den sehr weichen Pfaden entlang des Sees Avnsø fühle ich mich richtig wohl. Jogger, sportliche Radfahrer und Wanderer grüßen, oftmals mit einem nordischen „god tur”. Ja, mir scheint, die Region um Silkeborg bezeichnet sich zurecht als „Outdoor-Hauptstadt von Dänemark”. Die Voraussetzungen sind jedenfalls gut, mit einem feingliedrigen Wegenetz an Land und dem Fluss-See-System von Dänemarks längstem Fluss, Gudenåen, mittendrin.
Ich bin auch bald mittendrin – im Stadtpark Indelukket. Hier führen geschwungene Brücken über Hafenkanäle und auf Dänemarks ältestem 18-Loch-Minigolf-Platz ist gut was los. Ich gönne mir zwei – immerhin sehr große – Kugeln Eis für knapp sechs Euro und lerne später, dass der etwas seltsame Name Indelukket, was auf Deutsch soviel heißt wie ein- oder abgeschlossen, daher rührt, dass das Areal bis 1899 in Privateigentum und für die Öffentlichkeit verschlossen war. Dann wurde es von der Kommune Silkeborg erworben und zu dem entwickelt, was es heute ist: ein beliebtes Naherholungsgebiet mit Picknick- und Spielplätzen, Museen, Spazier- und Radwegen, Kanueinsetzstellen und Gastronomie.
Über eine Brücke gelange ich auf die andere Seite des Flüsschens Remstrup Å, an dessen Ufer Indelukket liegt. Hier will ich mich entscheiden: Entweder folge ich der Himmelbjergruten im Tal oder nehme eine weitere lokale Erweiterung über die Anhöhen Birkehøj, Ulvehoved und Lovisehøj. Einsetzender Regen nimmt mir die Entscheidung ab: Ich folge dem Ursprungsplan und weiter der Himmelbjergruten. Eine Aussichtsrunde ohne Aussicht, weil’s zu trüb ist, erscheint mir wenig attraktiv. Höhe hatte ich gestern und heute habe ich dafür ein paar Kilometer mehr vor mir. Unter schützendem Blätterdach spaziere ich dahin, bis zum nächsten Shelter-, Bade-, Zelt- und Ausflugsziel De Små Fisk.
Kleine Fische und viel Wald
Die Sonne ist zurück und ich gönne mir eine Kaffeepause in einem der Shelter. Dass der weitläufige Platz übersetzt „Die kleinen Fische” heißt, ist eine nette Geschichte: Ursprünglich hatte der Landzipfel den Namen Hjortehoved. Vermutlich aufgrund der vielen kleinen Fische unter der Badebrücke haben Kinder das Areal umbenannt. Das hat sich durchgesetzt und so ist das öffentliche Gelände mit seiner prima Infrastruktur samt Brennholz und Toilettenhaus heute als De Små Fisk auf Outdoorkarten zu finden.
Nach den kleinen geht’s zu den großen Fischen: Die nächsten Kilometer führen durch Siedlungen mit schmucken Häusern, gepflegten Gärten und dicken Autos auf den Höfen. Seeblick inklusive, versteht sich. Bis auf ein kurzes Stück Asphalt gehe ich allerdings auf Schotterwegen; es fühlt sich also gar nicht so städtisch an.
Wieder im Wald, mache ich Picknick. Als hätte ich geahnt, dass es mit der prima Infrastruktur nun vorbei ist, lasse ich mich auf meiner Decke nieder. Auf einer Strecke von 13 Kilometern gibt’s keine Bänke und Pausenplätze. Der nächste Schlafplatz lässt noch länger auf sich warten.
Die Wege durch die Wälder sind schön zu gehen, mit nochmal etwas Auf und Ab. Vor der Ankunft in Laven führt Himmelbjergruten über privates Gelände. Als ich Autos höre, gehe ich noch etwas weiter zur Seite und bleibe stehen. Dreimal in Folge brettert man ungebremst über staubenden Schotter an mir vorbei. Mit jedem weiteren Schritt manifestiert sich in mir das Gefühl: Hier ist man als Wanderer geduldet, aber nicht willkommen. Der Blick hinüber zum Turm von Himmelbjerget und über satte Wiesen und Wälder entschädigt.
Mich bewegt der Gedanke noch immer, als ich mich am Laven Søplads endlich auf einer Bank niederlasse: Brauche ich diese Infrastruktur? Warum stört mich das gerade so sehr? Im schwedischen Fjäll ist alles deutlich minimalistischer und ich liebe es. Meine Vermutung: Es liegt an dem starken Kontrast zu den anderen zwei Dritteln des Weges und vielleicht auch daran, dass ich durch meine Brille als Touristikerin den Verdacht hege, dass auf diesem Stück nicht mehr möglich ist. Stichwort: Privatgrund, unterschiedliche Interessenlagen entlang des Weges und so weiter. Dennoch wäre zumindest ein weiterer freier Übernachtungsplatz auch auf diesem Teilstück wünschenswert. Jedenfalls in meiner Welt und zugunsten von mehr Flexibilität und Entzerrung in der Etappengestaltung.
Eine Überraschung zum Schluss
In Alling halte ich noch einmal inne und spaziere zur Kirche. Der Friedhof wird von Rhododendren eingerahmt. Das Toilettenhäuschen wird zu meinem finalen Höhepunkt: Bibelprotagonisten auf Bildern an den Wänden und eine Marienfigur im Fenster gucken mir zu, wie ich meine Wasserflasche auffülle. Was für ein Ort! Und wie gut, dass ich diesen Abstecher gemacht habe!
Es sind eben oft die kleinen, überraschenden Entdeckungen am Wegesrand, die hängenbleiben. Speziell auf Mehrtageswanderungen. Nach 30 Tageskilometern ist meine kleine Auszeit beendet. Ich bin glücklich, weil ich mich aufgemacht habe und mir mit dem Erwandern der Himmelbjergruten einen Wunsch erfüllt habe, der schon recht lange auf der Tourliste stand. Außerdem bin ich sicher, dass ich wiederkommen werde. Auf jeden Fall mit meinem Kajak, gerne auch nochmal mit den Wanderschuhen, denn es stehen ja mindestens noch die Anhöhen bei Silkeborg aus und vielleicht auch weitere Abschnitte des erst im März neu eröffneten 175 Kilometer langen Gudenåstien …
Die Etappen
- Ry, Parkplatz Birkhede > Himmelbjerget > Bjergturen > Skyttehusets Outdoor Camp > Silkeborg, Østerskov
25 km • 523 hm ↥ • 539 hm ↧ - Silkeborg, Østerskov > Ry, Parkplatz Birkhede
30 km • 365 hm ↥ • 370 hm ↧
Die Angaben beziehen sich auf meine Wanderung entlang der Himmelbjergruten inklusive der Erweiterung über Bjergturen ab Himmelbjerget und inklusive Fotografierschlenkern. Offiziell ist Himmelbjergruten mit 52 Kilometern Strecke angegeben.
Infos & Tipps
Himmelbjergruten:
Der Rundwanderweg Himmelbjergruten ist 52 Kilometer lang und verläuft, mit Ausnahme des Anstiegs zur Anhöhe Himmelbjerget, moderat entlang der Seen und durch Wälder. Die Wegebeschaffenheit variiert angenehm stark, von softem Waldboden über Sand, Forstwege und erfreulich wenig Asphalt.
In Teilen verläuft der Trail auf den gleichen Strecken wie der noch ganz neue Gudenåstien mit seinen 175 Kilometern und die 80 Kilometer lange Route Aarhus-Silkeborg. Sie alle sind mit roten Markierungen versehen, während die kleineren lokalen Routen in Gelb ausgeschildert sind.
Man kann der Beschilderung gut folgen. Vor allem bei Wegvarianten lohnt es, die Wanderkarte parat zu haben für einen prüfenden Blick zur Orientierung. Leider sind am Boden liegende Pfosten mit Wegemarkierungen nämlich kein Einzelfall. (Liebe Verantwortlichen, das dürft Ihr wirklich gerne beheben!)
Das umfangreiche Wegenetz ermöglicht es indes prima, Himmelbjergruten abzuwandeln und um zum Beispiel etwas mehr Höhe zu erweitern. Wer abkürzen oder die Tour um ein weiteres Erlebnis ergänzen möchte, nimmt auf der Hälfte der Süd- oder Nordetappe die solarbetriebene Fähre zwischen Skyttehuset und Ålekroen in Svejbæk.
Hinkommen & parken:
Himmelbjergruten verläuft zwischen den dänischen Orten Silkeborg im Westen und Ry im Osten. Beide sind gut mit der Bahn zu erreichen; beide sind empfehlenswerte Startorte.
Ich war mit dem Auto unterwegs und bin nördlich von Ry losgegangen, am Parkplatz Birkhede. Auch der ist gut erreichbar und gehört, so mein Eindruck, zu den ruhigeren entlang der Strecke. Von dort aus ist man gleich ein kleines Stück im Grünen, geht schon mal am See und an ersten schönen Pausenplätzen entlang und über den kleinen Hafen von Ry, wenn man möchte, auf einen Schlenker ins Zentrum, bevor es dann auf die Südseite des Trails geht.
Alle Infrastruktur ist auf dieser Karte verzeichnet. Hier findest Du auch Parkplätze.
Schlafen:
Neben Übernachtungsmöglichkeiten in den Orten ist die Infrastruktur an Shelter- und freien Zeltplätzen vor allem im südlichen und nordwestlichen Bereich der Route sehr gut. Die Plätze findest Du auf www.udinaturen.dk, auf der oben bereits verlinkten Karte und hier nochmal interaktiv und auf Deutsch.
Auch Orte, an denen man seine Wasserflasche auffüllen kann, und Toiletten sind verzeichnet.
(Der unten abgebildete Container samt Beleuchtung und Steckdose steht in Ry, auf dem Weg vom Parkplatz Birkhede zum Hafen.)
Essen:
So gerne ich draußen selbst koche und speziell meinen Morgenkaffee vor dem Zelt genieße, so schön finde ich es, wenn man auch mal spontan einkehren kann. Ich habe meine Tour mit einem Abstecher nach Ry begonnen und kann Euch das mit Herz und Sinn für gute Qualität geführte noch neue Café Doris wärmstens empfehlen.
Direkt auf dem Weg, etwa in der Mitte der Südetappe, liegt Skyttehusets Outdoor Camp. Hier habe ich mich spontan zu Fish ’n‘ Chips niedergelassen und konnte mich beim Blick auf die Speisekarte kaum entscheiden. Der Ort wirkt vom ersten Augenblick an sympathisch und so wird er seit 2024 auch von dem Betreiberpaar Betina und Flemming geführt. Direkt am Wasser gelegen, ist der Platz ein idealer Ausgangspunkt für Paddeltouren. Plus: Es gibt auch Glamping-Zelte und feste Hütten.
Die Versorgung ist überhaupt einfach: Sowohl in Ry als auch in Silkeborg gibt’s Einkaufsmöglichkeiten. Damit eignet sich Himmelbjergruten auch für ein sehr spontanes kleines Abenteuer ohne ein hohes Maß an Vorbereitung. 😊
Mein Tipp für Dich:
Die Region um Silkeborg bezeichnet sich selbst als Outdoor-Hauptstadt von Dänemark. Ich finde das durchaus angemessen, in Anbetracht der vielen Draußenmöglichkeiten: Es gibt neben den Mehrtagesrouten an Land mehrere Kanuverleiher und fantastische Tourmöglichkeiten auf dem Wasser. Spazier-, Wander- und Radwege geben für jeden Anspruch von der kleinen Nachmittagsrunde bis zu einer sportlichen Tour mit Höhe viel her. Und das Miteinander auf den Wegen klappt, so ist mein Eindruck, ziemlich gut. Nimm Dir also gerne etwas mehr Zeit, um die Gegend ausgiebig zu erkunden!
Alle Links und Informationen: Stand Mai 2026








